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WASSERSCHADEN BEHEBEN |
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folgende Anleitung soll helfen ein nassgewordenes Mobiltelefon (oder auch
ein anderes elektronisches Gerät) wieder zum Leben zu erwecken.
Wir bieten auch einen Reparaturservice für Wasserschäden an. Was ist ein "Wasserschaden"? Wie der Name schon vermuten lässt versteht man darunter alle Defekte welche auftreten können, wenn ein Mobiltelefon nass geworden ist. Egal ob es nun in der Waschmaschine war, im Regen nass wurde oder ob es in Kontakt mit Getränken (Bier, Cola, Kaffee, etc.) kam. Oft reicht auch der Kontakt mit Schweiß (z.B. beim Sport) aus. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die folgende Anleitung keine Erfolgsgarantie gibt. Es ist vielmehr ein Reparaturversuch, der schon in vielen Fällen zum Erfolg geführt hat. Die Alternative zu diesem Vorgehen ist die (teure) Reparatur beim Mobilfunkhersteller. Denn die Garantie tritt bei einem Wasserschaden nicht in Kraft.
Welche Schäden können im Handy durch Wasser auftreten? Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Das Wasser im Mobiltelefon kann - kurz gesagt - die dort eingesetzten Metalle angreifen sowie zu Kriechströmen führen. Stehen Bauteile unter Spannung werden die chemischen Prozesse beschleunigt. Durch die Kriechströme kann selbstverständlich der Akku entladen werden. Beim Aufladen von tiefentladenen Akkus zeigt das Handy meist keine Reaktion, da es sich erst komplette einschalten lässt wenn der Akku eine bestimmte Spannung erreicht hat. Hier ist Geduld gefragt. Der Akku muss in diesem Fall mehrere Stunden (am besten über Nacht) geladen werden. Natürlich sollte der Akku nur in einem funktionierenden Gerät geladen werden. Weitere häufige Folgen eines Wasserschadens sind defekte Displays oder eine defekte Software. Hier hilft dann nur ein Displaytausch bzw. das Flashen neuer Software. Die folgenden Bilder zeigen eine Leiterplatte nach einem Wasserschaden.
Was ist zu tun nach einem Wasserschaden? Ist das Handy nass geworden sollte man es auf keinen Fall einschalten. Der Akku sollte sofort herausgenommen werden. Am besten zerlegt man es gleich und nimmt auch evtl. vorhandene Pufferbatterien heraus (z.B. im Nokia 6210, 6310, 8210). Diese sind meist im Displaymodul integriert. In den meisten Fällen kann dieser Punkt nicht beachtet werden, da man erst beim nächsten Einschaltversuch feststellt, dass das Handy defekt ist. Es ist aber wichtig, dass der Akku dann sofort entnommen wird. Behandlung des Handies mit Isopropanol Isopropanol gibt es in der Apotheke. Etwa 200ml reichen aus. Man kann z.B. auch Ethanol einsetzen. Dieser ist jedoch vergleichsweise teuer, da auf ihn Branntweinsteuer erhoben wird. Bei Isopropanol bekommt man für ca. 3 EUR eine ausreichende Menge.
Zunächst wird das Mobiltelefon zerlegt und die Leiterplatte entnommen. Nun werden die Abschirmdeckel entfernt (mit einem Flachschraubendreher an den Seiten vorsichtig anheben) und evtl. bewegliche Teile (Mikro, Buzzer, Lautsprecher oder ähnliches) abgenommen. Anschließend wird die Leiterplatte in das Isopropanol gelegt. Am besten verwendet man hier eine möglichst kleine Schale, so dass nur wenig Isopropanol verbraucht wird. Mit einem feinen Borstenpinsel wird nun die Leiterplatte - vor allem zwischen den Bauteilen - sorgfältig und vorsichtig gereinigt. Die Schale mit der Leiterplatte sollte nun abgedeckt werden, so dass der Alkohol nicht verdampft. Nun ist wieder Geduld gefragt. Die Leiterplatte sollte mindestens 24 Stunden - am besten mehrere Tage - im Isopropanol verbleiben. Zwischendurch wird das Reinigen mit dem Pinsel mehrmals wiederholt. Mit einer Spritze (ebenfalls aus der Apotheke) sollte Isopropanol unter die Bauteile auf der Platine gespritzt werden. Vor allem bei den Chips im BGA-Gehäuse ist dies sehr wichtig. Nach abgeschlossenem Isopropanolbad wird die Leiterplatte nochmal mit frischem Isopropanol abgespült bzw. kurz in ein Bad mit frischem Isopropanol gelegt. Man sollte hierzu eine neue Schale benutzen, da man die alte Schale mit dem Isopropanol evtl. nochmals verwenden muss. Die gereinigte Leiterplatte muss nun getrocknet werden. Man legt sie am besten mehrere Stunden auf einen Heizkörper oder in die Sonne. Mit der vollständig getrockneten Leiterplatte wird nun das Mobiltelefon wieder zusammengebaut und getestet. Ist kein Erfolg sichtbar, so kann die Leiterplatte nochmals in Isopropanol gelegt werden. Vorher sollte man jedoch mit einem baugleichen funktionierenden Gerät einen Akkutausch vornehmen um diese Fehlerquelle ausschließen zu können.
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(c)
blue-backlight.de, 07.06.2007
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